Den Samen, den wir säen

Feb 16, 2021 | Lebenselexiere

Zeichnung eines Menschen, der vor sich ein Feld mit Wutsamen sieht, die seine Gedanken beeinflussen

Ich lese. Ich lesen gerne Urban Fantasy Romane, aber auch Fachliteratur und sehr gerne Gedichte.

Ich mag die Kunst der Worte.

Ich mag es, wie sie sich geschmeidig und sanft in ein großes Ganzes einfügen.

Und ich lese auch gerne auf Social Media. Es interessiert mich, was andere Menschen denken. Mitunter inspiriert es mich, häufig lenkt es mich ab und dann gibt es noch diese Momente, in denen sie mich anstecken.

Anstecken mit ihrer Wut, die sie aussenden. Die Wut der Worte verbindet sich mit meinen unsicheren Gedanken, meinen Ängsten und auch meinen Werten.

Doch eines vermag sie nicht hervorzubringen diese Wut: meine Kreativität.

Meine Kreativität entfaltet sich am einfachsten und schnellsten, wenn ich ihr den Raum lasse. Wut kann manchmal für Antrieb sorgen. Doch für Neues, für Ideen brauche ich Ruhe und ich brauche Leere.

Dann kann sie meine Kreativität an den Ideenfunken anderer entzünden und gemeinsam können wir eine Vision entfachen.

Eine Vision, die der Beginn von etwas Neuem sein könnte.

Stattdessen streuen wir Wut wie Samen, die über ein Feld gestreut werden, um zu keimen und Wurzeln wachsen zu lassen.

Was denkst du, was wir ernten werden?

Wut, Ärger und im besten Fall Zynismus.

Dabei bietet uns die Natur ein so gutes Vorbild. Kommt sie nicht mehr weiter, wird sie nicht wütend, nein. Sie fährt die Fühler ihrer Lebensenergie aus und entwickelt neue Lösungen und damit neues Leben.

Leben, das sich weiter entfalten kann. Leben, das die Basis für weiteres Leben schafft.

Was wäre, wenn wir erkennen könnten, dass Wut wiederum Wut hervorbringt? Und was wäre, wenn wir es schaffen könnten, es unserer Lebensgrundlage, der Natur gleich zu tun?

Was willst du säen? Welchen Keim willst du zum Sprössling machen?

Was sind deine Gedanken dazu? Wie liest du in den sozialen Medien?

Schreibe mir gleich im Kommentar und wir tauschen uns darüber aus.

Herzliche Grüße und bis gleich unten,
Carina

4 Kommentare

  1. Liebe Carina,
    das sind wahre Worte.
    Die Stimmung in den sozialen Medien kann einen mehr beeinflussen, als man das gleich merkt.
    Ich achte sehr darauf, mich online mit positiven Menschen zu umgeben.
    Im Gegenzug achte ich auch darauf, dass ich nicht pöbelnd durchs Internet laufe und andere damit runterziehe.
    Liebe Grüße
    Dagmar

    Antworten
    • Liebe Barbara,

      vielen Dank für dein Feedback! Sie ist in der Tat manchmal schleichend, diese Beeinflussung. Ich merke das häufig auch erst, wenn sich meine Stimmung verschlechtert. Dann weiß ich, meine Gedanken haben eine neue Richtung eingeschlagen. Umso wichtiger ist das, was du schreibst. Achtsam sein, mit sich selbst und Anderen.

      Ganz liebe Grüße, Carina

      Antworten
  2. Liebe Carina,

    ich habe gelernt mich von den Dingen und auch Menschen, die mir nicht(s) gut (e)s tun oder mich gar zu einem Menschen machen, der ich nicht sein möchte, mich fernzuhalten.
    Ich gebe meine Freude am Leben und meine gute Laune jeden Tag an meine Mitmenschen weiter. Ich bin mir ganz sicher, dass meine positive Einstellung zum Leben sich auf einige Menschen überträgt.
    In den Sozialen Medien lese ich nur das, was mich positiv stimmt und achte auch, dass ich Positives weitergebe.
    Liebe Grüße, Carmen 🙂

    Antworten
    • Liebe Carmen,

      vielen lieben Dank für deine Worte! Es freut mich zu lesen, dass du deine gute Laune jeden Tag den Menschen schenkst. Das sind wunderbare Samen, die du da säst.

      Allerliebste Grüße und bis bald,
      Carina

      Antworten

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