„Lebendigkeit ist mein Maßstab“

So lautet einer meiner wunderbaren Gedanken. Es war einer meiner Gedanken, der mich nach dem Tot einer lieben Freundin über mehrere Wochen getragen hat und mich immer noch trägt. Was ich mir damals wünschte war, mein Leben mehr zu spüren und wahrzunehmen, um mich lebendig zu fühlen.

Derzeit gelingt mir das sehr gut durch das Schreiben. Ich schreibe täglich, gehe meinen Gedanken nach, befrage meinen innere Weisheit und meinen Körper. Die Antworten, die ich erhalte verbinden mich tiefer mit mir selbst und somit auch mit dem Leben.

Vor einigen Tagen flatterte der Newsletter von Morgan Harper Nichols in mein Postfach. Darin teilte sie fünf Fragen für einen Rückblick auf den Juli. Seit Tagen ging ich mit der Idee durch die Tage, diese Fragen als Rückblick für mich zu schreiben und heute war es soweit.

Warum ich das mit dir teile? Weil nicht die Ergebnisse zählen, sondern die Wege, die wir gehen. Über sie können wir auf einer anderen Ebene in Verbindung kommen und unsere Gedanken auf eine Entdeckungsreise schicken.

Und wer weiß, vielleicht hast du ja Lust die Fragen auch für dich zu beantworten?! ;o)

Was hat mich der Juli gelehrt?

Ich brauche mehr weiße Flecken in meinem Kalender.

Es gibt Phasen, in denen kann ich gut von Termin zu Termin hüpfen. Doch der Juli hat mir gezeigt, dass jetzt nicht die Zeit zum Herumhüpfen ist, sondern zum Verweilen und Hinspüren.

Ich bin (noch) nicht dazu bereit, meinen Mann wieder gehen zu lassen.

Mein Mann ist seit Januar in einem Sabbatical und seither den ganzen Tag zuhause. Mitte Juli ist er zu einem Termin nach Hamburg gefahren und mir wurde glasklar bewusst, dass ich noch nicht bereit bin, ihn wieder in seine Arbeitswelt mit vielen Terminen und Reisen zu entlassen.

Schreiben hilft mir, mich selbst noch einmal (oder vielleicht auch zum ersten Mal überhaupt) neu kennen zu lernen.

Seit dem 14. Juli schreibe ich jeden Morgen in mein Tagebuch. Ich folge dazu 10 Fragen, zu denen mich Anita Moorjani inspiriert hat. Und was soll ich dir sagen: Ich entdecke völlig neue und zum Teil auch lange vergessene Punkte, Geschichten, Weisheiten und Gedanken wieder. Dadurch fühle ich mich wesentlich mehr und besser mit mir selbst verbunden.

Neue Ideen sind aufgetaucht, wie sich mein Business in Zukunft gestalten könnte.

Ich wollte immer ein Business haben, was einen Teil meiner Selbst zum Ausdruck bringt und gleichzeitig andere Menschen inspiriert und berührt. Zum ersten Mal fühle ich mich auf MEINEM Weg genau dorthin.

Wie bin ich seit August 2020 gewachsen?

Im Business-Kontext war ich im letzten Jahr noch dabei, alles mit großem Aufwand in eine Richtung zu schieben.

Ich habe einiges an Zeit und Geld investiert und dabei gespürt, dass es mir immer mehr entgleitet. Und das, obwohl ich es so fest angepackt und mich so sehr angestrengt hatte.

Im Dezember hatte ich dann entschieden, kein Coach mehr zu sein und einen anderen Weg einzuschlagen, ohne zu wissen welcher das sein wird. Es hat sich einfach nur gut und richtig angefühlt.

Im persönlichen Kontext hat das auch dazu geführt, mich noch mehr mit mir selbst auseinanderzusetzen. Seit April letzten Jahres habe ich anhaltende Schmerzen und ich wusste nicht, woher sie kamen und was ich tun sollte. Also tat ich ganz viel mit dem Ergebnis, dass nichts davon auf Dauer helfen wollte. Bis ich dann im Mai diesen Jahres durch einen Workshop von Johanna Disselhoff einen Weg gefunden habe, nach innen zu hören und die Botschaften wahrzunehmen, die gerade wichtig sind.

Vieles habe ich in diesem Jahr losgelassen, um meinem Jahresmotto „Finally me“ näher zu kommen. Es ist immer wieder herausfordernd und gleichzeitig auch so bereichernd.

Was hoffe ich, in diesem August zu lernen?

Es ist mein Geburtstagsmonat, was den August immer ganz besonders für mich macht. In diesem Monat hoffe ich nun zu lernen, wie ich meinen ganz individuellen Ausdruck leben kann, so dass es mir leicht fällt und ich auch Freude daran habe. Und natürlich wäre es großartig, wenn ich damit auch andere Menschen inspirieren kann.

Wie kann ich in diesem Monat lernen, mich auszuruhen und einfach nur zu sein?

Das ist eine gute Frage und ich habe zwei Ideen dazu:

  1. Ich werde den weißen Flecken in meinem Kalender mehr Bedeutung schenken.
  2. Ich stelle mich und das, was mir wichtig ist vor meinen Drang, immer für Andere da sein zu wollen.

Wie fühle ich mich jetzt?

Verbunden, präsent, friedlich, angenehm leer und meine Hand tut ein bisschen weh vom Schreiben.

Welche Erinnerungen sind bei dir während des Lesens aufgetaucht?

Herzliche Grüße und bis bald,

deine Carina