Als Kinder gehörten Wunder einfach zum Leben dazu. Morgens die Augen aufschlagen, sehen, dass die Sonne bereits aufgegangen ist und sich einfach nur auf den Tag freuen, ohne zu wissen, was alles passieren wird.

Die Welt noch einmal mit Kinderaugen betrachten zu können, wie schön wäre das? Frei von all dem, was uns täglich bremst und uns davon zurück hält, die Wunder in unserem Leben zu erkennen.

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Aber was ist es denn eigentlich, was es uns so schwer macht, die Wunder, die täglich unser Leben bereichern zu erkennen?

Ganz pauschal könnte der Pessimist jetzt behaupten, es liegt daran, dass Wunder gar nicht existieren. Und was es nicht gibt, kann man ja schließlich auch nicht sehen.

So einfach ist es aber nicht, das ist zumindest meine Meinung. Denn es liegt an uns selbst – an dir, an mir und an jedem Menschen in dieser Welt – all die tollen Wunder in unserem Leben NICHT zu erkennen. Und woran liegt das?

Ich habe mal die mir bekannten Hindernisse zusammen getragen, die es uns unmöglich machen, die Wunder unseres Lebens zu sehen.

#1 Den Fokus streng auf die Dinge richten, die NICHT funktionieren

Bereits von Kindesbeinen an machen wir Erfahrungen. Eine dieser tollen Erfahrungen ist zum Beispiel das Laufen lernen. Irgendwann fangen Kinder von ganz alleine damit an, sie beginnen sich an irgendetwas hoch zu ziehen und stehen dann mit wackeligen Beinchen auf ihren kleinen Füßchen, bis sie schließlich wieder hinplumpsen.

Und dann beginnen sie von vorne, sie ziehen sich wieder hoch bleiben vielleicht schon etwas länger stehen und irgendwann gehen sie dann auch mal ihren ersten Schritt. Danach den nächsten und den nächsten und so weiter, bis sie es endlich geschafft haben. Dazwischen aber plumpsen sie immer und immer wieder hin. Da wird dann auch mal geweint und wütend ist so ein kleiner Schatz auch mal, weil es einfach nicht so klappt wie es soll aber sie stehen immer wieder auf.

Was will ich dir damit sagen? Wenn das Kind nach dem ersten oder zweiten Hinplumpsen seinen Fokus darauf ausrichtet, dass es sowieso immer nur hinfällt sobald es versucht zu laufen, dann würde es auch sicher nicht so schnell und auch nicht von alleine Laufen lernen.

Wenn du also deinen Fokus immer genau auf die Dinge in deinem Leben oder in deinem Umfeld ausrichtest, die NICHT funktionieren, dann wirst du auch ganz sicher die Wunder NICHT erkennen, die sich wahrscheinlich genau zur gleichen Zeit ereignen.

#2 Dich immer zu mit Anderen vergleichen

Es gab Tage in meinem Leben, an denen ich mich gefühlt habe wie das perfekte Montagsmodell. Als ich gemacht wurde, kamen alle gerade aus dem Wochenende und die Regale mit den tollsten Talenten und Fähigkeiten und die mit den wunderschönen Körpern waren noch nicht wieder aufgefüllt. Ich fühlte mich so, also hätte ich lediglich all das abbekommen, was gerade noch übrig geblieben war.

Also habe ich einen Großteil meiner derzeit 35 Lebensjahre damit verbracht, mich umzusehen und zu schauen, wer denn die besseren Talente und das tollere Aussehen abbekommen hat. Und genau so wollte ich dann eben auch sein.

Deswegen kann ich dir auch versichern, dass dir der Vergleich mit anderen immer dann sehr gut hilft, wenn du dich entweder verbessern willst oder du dich einfach nur schlecht fühlen willst. Denn glücklicherweise gibt es auf dieser Welt immer jemanden, der irgendetwas besser kann oder deiner Ansicht nach toller aussieht, als du.

#3 Darauf warten, dass Andere etwas tun

Mein Paradebeispiel für diesen Punkt sind meine Eltern. „Wenn dein Vater doch nur mal…“ sagt meine Mama. „ Wenn deine Mutter doch nur mal…“ sagt mein Papa. Und ich frage die beiden dann gerne, ob sich daraufhin der jeweils andere schon einmal genau so verhalten hat, wie sie es sich vorgestellt haben. Die Antwort kannst du dir sicher denken.

Auch ich bin ein echtes Paradebeispiel dafür gewesen. Bei mir waren es dann entweder meine Arbeitskollegen, meine Vorgesetzten, mein Freund, meine Familie oder oder. Es ging immer darum, das ich alles richtig mache und die anderen alles falsch, mal so grob gesagt.

Und dabei habe ich immer schön darauf geachtet, dass nicht ich diejenige bin, die sich bewegt, die etwas tut, die etwas ändert. Stattdessen habe ich ganz feinsäuberlich darauf gewartet, dass die anderen sich bewegen oder etwas tun.

Das Ergebnis davon war, dass sich so gut wie gar nichts (oder sollte ich besser sagen so gut wie niemand) so entwickelt hat, wie ich es mir vorgestellt habe. Und vor allem habe ich es geschafft meine Schöpferkraft fast gänzlich ungenutzt gelassen habe.

Wenn du also NICHT wissen willst, wie es sich anfühlt oder was passieren kann, wenn du selbst die Zügel in die Hand nimmst und anfängst dein Leben zu gestalten, dann warte am besten weiterhin darauf, dass andere etwas tun.

#4 Glauben, das Wunder immer groß sein müssen

Von einem Wunder spricht man nur dann, wenn sich etwas ereignet, das eigentlich gar nicht möglich ist. Wenn beispielsweise Krankheiten auf wundersame Weise verschwinden oder wenn jemand, der so gut wie nichts mehr hat, den Lotto-Jackpot gewinnt.

Zu Wundern zählen jedenfalls nicht solche Dinge wie zum Beispiel ein sicheres Zuhause zu haben, jeden Tag etwas zu Essen im Kühlschrank zu haben, Menschen um uns zu haben, die uns lieben, so wie wir sind, Hilfe zu bekommen, wenn wir sie brauchen, kleine Geschenke, die wir nicht erwartet hätten, Babys die zur Welt kommen, Menschen, die dir auf der Straße ein Lächeln schenken und so weiter.

Wenn du diese Ansicht teilst und beibehältst, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit niemals ein Wunder in deinem Leben zu entdecken immens.

#5 Glauben, dass du selbst nichts Besonderes bist

Wenn Babys zur Welt kommen, dann sind sich in der Regel alle einig. Es ist ein Wunder, wenn ein so zartes Wesen zum ersten Mal das Licht der Welt erblickt. Mit diesen süßen kleinen Näschen, diesen niedlichen kleinen Fingerchen und diese Füße, einfach zum wegschmelzen. Jedes dieser kleinen Schätzchen ist einzigartig und voller Besonderheiten.

Aber anscheinend ist es so, dass wir an einem bestimmten Punkt in unserem Leben durch ein unsichtbares Tor gehen, wonach wir nur noch völlig gewöhnlich und nichts Besonderes mehr sind. Als Erwachsene gehören wir scheinbar zu einer Kategorie, die sich selbst nicht mehr als einzigartig ansehen darf.

Und wahrscheinlich ist das auch besser so, denn sobald du dich selbst für besonders und einzigartig hältst, könntest du dich des Eigenlobs schuldig machen. Wenn du also weiterhin verhindern willst, dass du deine besonderen Fähigkeiten und dich selbst als etwas Wunderbares ansiehst, dann verfahre wie folgt: Halte dein Licht unter dem Scheffel, entdecke nicht deine besonderen Schätze und Talente und nimm bitte nicht an, dass du wundervoll bist, einfach nur weil du so bist, wie du bist.

Jetzt bin ich doch aber wirklich gespannt: Welcher der fünf Punkte hat dich am meisten angesprochen?

Ich freue mich darüber, wenn du deine Erfahrungen mit mir teilst. Hinterlasse mir doch ein Kommentar unter diesem Artikel oder schreib mir eine kurze E-Mail unter hallo@wunderbaregedanken.de.

Ich freue mich darauf von dir zu hören!

Ganz liebe Grüße und bis bald,

Carina

P. S. Vergiss nicht, dir heute noch etwas Gutes zu tun!

P. P. S. Entspannung beginnt im Kopf!